Wandern mit Wolfgang

Das Wandern ist des Wolfgangs Lust, das Wandern . . . in freier Abwandlung des Schubert’schen Liedes: Das ist das Motto  von Wolfgang Bantel. Und er fordert dann auch die Waden der Wander-Interessenten wie folgt heraus:

Meine Wanderungen sind
für „Schlanke Waden“ bis 2 Stunden und ca. 100 Höhenmeter;
für „Flotte Waden“ bis 4 Stunden und ca. 300 Höhenmeter;
für „Waden aus Stahl“ bis 6 Stunden und ca. 600 Höhenmeter

Das Programm unterliegt natürlich immer wieder mal Erweiterungen, Änderungen, die zu gegebenem Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Wolfgang Bantel gibt auch gerne seine Wander-Ideen am Telefon preis.

Liebe Wanderfreundin,
lieber Wanderfreund,

Wandern mit Wolfgang Emmendingen

Das Wetter war nicht besonders, aber die Hälfte der ´Wanderung´ – insgesamt 2 Stunden – sollte drinnen stattfinden, die andere draußen. Spätestens am Bahnhof in Emmendingen waren wir vollsständig, Bahn- und Autofahrer. Draußen hieß im heutigen Fall auf ´literarischen und jüdischen Spuren´, ´drinnen´ sollte dann im Deutschen Tagebucharchiv sein.

Namen wie Johann Georg Schlosser (verheiratet mit Goethes Schwester Cornelia. Er verwaltet als Oberamtmann die Markgrafschaft von seinem Amtssitz in Emmendingen und macht sein Haus zu einem Treffpunkt von jungen Schriftstellern; sie ist 1777 in Emmendingen gestorben und wurde auf dem Alten Friedhof beigesetzt), Johann Wolfgang von Goethe (er hat Emmendingen 1775 und 1779 besucht), Jakob Michael Reinhold Lenz (er war Goethe zugetan, auch mit ihm in Emmendingen und Weimar gewesen, später an Schizofreni erkrankt), Carl Friedrich Meerwein (Landbaumeister; Erfinder von Flugmodellen) begegneten uns an einer, den alten Friedhof seitlich begrenzenden Beton-Mauer, auf Erinnerungstafeln.

Reste eines jüdischen Friedhofs folgten als nächstes. Vielleicht 30 m Schienen lagen davor; auf ihnen standen zwei zweiachsige niedrige Eisenbahnwagen und kleine Betonstelen deuteten für mich den Sinn dieser Kollage: Die Judenverfolgungen in Nazideutschland und damit auch in Emmendingen.

Und dann das Tagebucharchiv! Eine Samstagführung war durch die Vermittlung von Wolfgang möglich geworden. Der Einführungsvortrag gab uns anschaulich und mit viel Engagement Einblick in Ziele und Aufgaben des seit 1998 bestehenden Vereins. Die Lesung eines Tagebucheintrages aus dem 2. Weltkrieg machte die Grauen dieses Krieges auf eindrucksvolle Weise mehr als anschaulich: Die völlig durcheinandergeratene Gefühlswelt eines jungen Mädchens angesichts von Angst, Bomben, Ruinen und Toten blieb auch bei uns Zuhörern nicht ohne emotionale Wirkung. „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts“ (Kierkegaard). Das Tagebucharchiv erbringt hierzu einen nicht genug schätzenswerten Beitrag.

Wer geht da schon freiwillig hin? hatte Wolfgang in der Ankündigung zur Wanderung gefragt. Hier ist eine Antwort: Ja, wir machen das bei nächster Gelegenheit wieder! Ein großer Dank an Wolfgang für diesen interessanten Ausflug in unsere unmittelbare Nachbarschaft.

(W. II L)

In der Zeit des „Sturm und Drang“ hatte Goethe den Plan, ein Drama über Prometheus zu verfassen. Erhalten blieb die Hymne „Prometheus“, ein unglaublich wuchtiges Gedicht, das Du gerade im Anschluss an unsere Emmendingenwanderung unbedingt noch einmal lesen solltest. Was neidet Zeus den Menschen? Nicht die Götter retten vor Tod und Sklaverei. Wer dann? Wem ist Zeus – wie Prometheus, wie alle Menschen – unterworfen? Goethe war ein begnadeter Wortschöpfer. In dieser Hymne findet sich die für mich absolut genialste Superwortschöpfung. Bist Du auch meiner Meinung? (W.B.)

Und ´Wolfgang, der Wanderer´ meint zu unserer nächsten Wanderung:

Nicht im Wasser waten, sondern zum Feuer wandern will ich mit Dir. Für die Alten war das Feuer ambivalent: es wärmt und schützt, tötet und schmerzt. Gerade in den letzten Jahren gab es da einen unglaublichen Wandel. Das Feuer scheint heute der Teufel schlechthin: Brandmelder, Feuerleitern, Brandschutztüren, Bauauflagen, Verbot offener Kamine, Filtereinsätze, Verbot von Sonnwendfeuern (Du erinnerst Dich). Die Tendenz spricht auch dafür, dass der uralte Brauch des Scheibenschlagens verboten wird. Drum gehn wir hin.
Sonntag, 10. März 2019, Nachtwanderung – Schibi, Schibo
Wir starten um 19.00 Uhr an der Ludwigskirche. Zurück sind wir gegen 22.00 Uhr.
Ca. 100 Meter Höhenunterschied, also für gute schlanke und für alle flotten Waden, Wegführung abhängig vom Wetter, festes Schuhwerk, alte Kleidung, etwas Kleingeld, Taschenlampe.
Das erwartet Dich: dunkler Wald, Lichter der Großstadt, ein großes Feuer, Getränke und Nahrhaftes dabei, das Ritual des Scheibenschlagens, Peter Kalchthaler, Karl-Heinz
Müller, Timo Metzger und Bernd Huenz als Experten und Mitmacher vor Ort.


Die weiteren geplanten Wanderungen:

25.05.19 : Fürstenberg und Frauenschuh – versunkene Stadt und Orchideenwald (schlanke/ flotte Waden).
22.06.19 : Thomalpin: Bürglen (2165m). Aussichtsberg, Berner Oberland(flotte Waden und Stahlwaden) mit Harald Simon.
06.07. oder 13.07.19 : De Hölledäler. Biergarten, dann Abendspaziergang durch die Wiehre und kleine Experimente zu einem Windphänomen mit Florian Burghardt
20.07. 19 : Bienenfresser. Fotovortrag im Gemeindesaal, anschließend Fahrt nach Ihringen zur Vogelbeobachtung mit Karl-Ernst Schmieder:

In diesem Jahr möchte ich mit Dir die Elemente Wind und Feuer erspüren. Damit sind unsere Wanderungen stärker vom Wetter abhängig. Es kann also noch Verschiebungen geben.

Herzlich, Wolfgang

 

Unsere Wander-Klassifizierung besteht nach wie vor weiter::

1.Leichte Spaziergänge, mittelschwere Wanderungen – Lukiwa-Wanderungen:
Planung siehe oben
2.Alpentouren – Thomalpin-Wanderungen
  Alle Wanderungen im Schweizer Oberland unter sachkundiger Führung; Erster Vorschlag siehe oben.

Interesse jetzt endgültig geweckt?

Interessenten mögen sich mit Wolfgang Bantel (Telefon 0761-35453) in Verbindung setzen; er wird die Einzelheiten der Unternehmungen bekannt geben und natürlich über die Anforderungen im Einzelnen aufklären.

 

Wandern mit Wolfgang

Samstags nach Termin

Anmeldung

bei Wolfgang Bantel

Tel.: 3 54 53

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